Trockenschäden im Grünland reparieren

Dürre hat Ihre Wiese stark geschädigt? Die richtige Grünlandpflege mit Striegelund Sägerät entscheidet über den Bestand der nächsten Jahre.

Braune Flächen, abgestorbene Gräser und große Lücken in der Grasnarbe: Nach massiver Trockenheit sind Grünlandbestände geschädigt. Besonders dort, wo wertvolle Futtergräser ausfallen, entstehen offene Stellen in der Grasnarbe. Diese werden schnell von unerwünschten Gräsern und Kräutern besetzt.

Wer seinen Grünlandbestand erhalten möchte, sollte unbedingt die vorhandene Grasnarbe bearbeiten, abgestorbenes Material herausstriegeln und die entstandenen Lücken mit hochwertigen Futtergräsern wieder schließen. Striegeln und Nachsäen sind dabei zentrale Maßnahmen zur Sanierung trockengeschädigter Wiesen. 

Bevor mit der eigentlichen Sanierung begonnen wird, ist der richtige Zeitpunkt entscheidend. Denn auch die beste Nachsaat kann nur dann erfolgreich auflaufen, wenn ausreichend Feuchtigkeit vorhanden ist. Deshalb gilt nach einer Dürre: nicht überstürzt handeln, sondern die nächsten Schritte gezielt und überlegt zu setzen. 

Wir haben mit unserem Produktmanagement gesprochen und die wichtigsten Schritte zusammengefasst: 

Schritt 1: Auf Feuchtigkeit warten – nicht in trockenen Boden nachsäen
Nach Wochen ohne ausreichenden Niederschlag ist der richtige Zeitpunkt entscheidend. Eine Nachsaat benötigt Feuchtigkeit zum Keimen und Anwachsen.Deshalb gilt: Nicht nur nach dem Kalender arbeiten, sondern nach den Standortbedingungen auf der Fläche. Sobald Niederschläge den Oberboden wieder ausreichend durchfeuchtet haben und weitere günstige Bedingungen zu erwarten sind, kann die Sanierung beginnen. 

„Nach einer Dürre zählt nicht ein überschnelles Handeln, sondern die richtige Maßnahme zum richtigen Zeitpunkt.” 

Gerade der Spätsommer bietet dafür häufig ein interessantes Zeitfenster. Der Boden ist noch warm, gleichzeitig werden die Tage kürzer und die Verdunstung nimmt gegenüber dem Hochsommer ab. Je nach Region und Standorthöhe bzw. genereller Niederschlagsmenge kann dies oftmals sehr unterschiedlich sein. 

Schritt 2: Abgestorbenes Material konsequent herausstriegeln
Hier kommt der Grünlandstriegel zum Einsatz. Bei massivem Dürreschaden reicht ein sanftes & oberflächliches bearbeiten nicht aus. Die Zinken müssen abgestorbene Pflanzenreste, Filz und minderwertiges Material aus dem Bestand herausarbeiten und die Grasnarbe öffnen. Dadurch entstehen freie Bereiche, in denen das neue Saatgut Bodenkontakt bekommen und sich etablieren kann. 

Je stärker der Bestand bereits geschädigt ist, desto intensiver und aggressiver muss die Sanierung erfolgen. Bei starkem Besatz mit minderwertigen Gräsern kann auch ein mehrmaliges Striegeln (1+2) mit anschließendem Schwaden (3) und Abfahren des herausgearbeiteten Materials sinnvoll sein, bevor im nächsten Arbeitsgang nachgesät (4) wird. 

„Eine erfolgreiche Nachsaat beginnt mit einer offenen Grasnarbe und ausreichend Bodenkontakt für das Saatgut.”

Schritt 3: Die entstandenen Lücken sofort nachsäen
Nach dem Striegeln ist die Wiese offen – deshalb sollte die Nachsaat wenn möglich direkt mit der mechanischen Grünlandpflege kombiniert angebaut werden. Ein pneumatisches Nachsaat-Sägerät verteilt die geeignete Saatgutmischung gleichmäßig und bodennah über die Arbeitsbreite. 

Welche Mischung und Saatmenge optimal sind, hängt unter anderem von Standort, Nutzungsintensität, vorhandenen Arten und Ausmaß der Schäden ab. Hier sollte eine für den Betrieb und die Region geeignete Grünlandmischung gewählt werden. Es gibt mittlerweile hierfür viele unterschiedliche und passende Saatgutmischungen je nach Region. 

Nach der Nachsaat kann ein separater Walzengang sinnvoll sein. Dabei wird das Saatgut an den Boden gedrückt und ein guter Bodenschluss hergestellt. So kann die vorhandene Bodenfeuchtigkeit besser an das Saatkorn gelangen und die Keimbedingungen werden verbessert. Gerade bei stark durch Trockenheit geschädigten und offenen Beständen unterstützt das Walzen eine erfolgreiche und rasche Etablierung der Nachsaat. Wichtig ist, nur bei ausreichend tragfähigem Boden zu walzen und Verdichtungen bei zu feuchten Bedingungen zu vermeiden. Bei genügend Feuchtigkeit/Regen nach der Aussaat, kann auf das Walzen eventuell verzichtet werden.

Welche Technik eignet sich für die Reparatur von Trockenschäden?
Für stark geschädigte Grünlandflächen bietet sich die Kombination aus Grünlandstriegel und pneumatischem Sägerät an. Damit können abgestorbenes Material herausgearbeitet, die Grasnarbe geöffnet und hochwertige Futtergräser gezielt nachgesät werden – und das alles in einem Arbeitsgang. 

Unsere PNEUMATICSTAR-Linie verbindet Grünlandpflege und Nachsaat in einem effizienten Verfahren. Für die intensive und professionellste Sanierung von anspruchsvollen Beständen ist beispielsweise der Profi-Grünlandstriegel PNEUMATICSTAR-PRO, mit Ø 10 mm Zinken und hydraulischer Aggressivitätsanpassung sowie pneumatischer Saattechnik ausgelegt. 

„Der PNEUMATICSTAR-PRO ist der absolute Profi, wenn es um eine erfolgreiche Grünlandsanierung sowie Reparatur von Trockenschäden geht!” 

Warten oder sanieren? Nach Dürreschäden zählt jede offene Stelle!
Massive Trockenheit kann einen Grünlandbestand innerhalb weniger Wochen deutlich verschlechtern und Unkräuter auch in vorher guten Beständen Platz geben. Damit das nicht passiert, muss entsprechend aktiv gearbeitet werden. 

Die wichtigsten Schritte nach massiven Trockenschäden:

Auf ausreichende Bodenfeuchtigkeit warten – nicht in staubtrockenen Boden nachsäen.

Abgestorbenes Material intensiv herausstriegeln und die Grasnarbe öffnen.

Herausgearbeitetes Material entfernen.

Bestandslücken gezielt mit hochwertigen Futtergräsern nachsäen und gegebenenfalls Walzen.

Bestehenden Grünlandbestand langfristig stärken z.B. mit einem erneuten Striegel- & Nachsaateinsatz im Frühling.

„Wer nach der Dürre rechtzeitig handelt, schafft die Grundlage dafür, dass aus einer lückigen Wiese wieder ein dichter und leistungsfähiger Grünlandbestand wird.” 

Weitere Infos zur wirtschaftlichen und nachhaltigen Grünlandpflege finden Sie in unserem kostenlosen „Handbuch der Grünlandpflege”.

Quelle: EINBÖCK

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